Wärmepumpe Amortisationsrechner

Was macht dieser Rechner?

Der Rechner hilft Ihnen herauszufinden, ab wann sich eine Wärmepumpe finanziell lohnt — im Vergleich zu einer neuen Öl- oder Gasheizung. Sie geben einmal Ihre Eckdaten ein, und der Rechner zeigt Ihnen Jahr für Jahr, wann die Einsparungen beim Heizen die höheren Anschaffungskosten ausgeglichen haben.

Eine Kurzanleitung finden Sie weiter unten.


Wichtiger Hinweis

Diese Webseite wurde mit großer Sorgfalt erstellt. Die Seite wurde mit Hilfe von KI erstellt. Es können sich Fehler eingeschlichen haben. Wir übernehmen keine Gewähr.


Kurzanleitung


Schritt 1: Brennstoff wählen

Wählen Sie oben links, ob Sie aktuell mit Öl oder Gas heizt. Die Eingabefelder passen sich automatisch an.


Schritt 2: Energiebedarf berechnen (Hilfsrechner)

Hier geben Sie an, wie viel Sie aktuell verbrauchen:

  • Jahresverbrauch — z. B. 2.500 Liter Heizöl pro Jahr (steht auf Ihrer letzten Jahresabrechnung)
  • Nutzungsgrad — wie effizient Ihre alte Heizung arbeitet (Standardwert 95% kann bleiben)
  • JAZ — die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe, also ihr Wirkungsgrad über das Jahr (Standardwert 3,0 ist ein konservativer Richtwert und liegt eher höher)

Klicke auf „→ Übernehmen“, um die berechneten Werte zu übertragen.


Schritt 3: Investitionskosten eingeben

Tragen Sie die Kosten für den Umbau ein:

  • Wärmepumpe — Anschaffung und Einbau (Angebot vom Installateur)
  • Heizkörpertausch — falls neue Heizkörper oder eine Fußbodenheizung nötig sind
  • Öltankausbau — nur bei Ölheizung, falls der Tank entfernt werden muss
  • Neue Fossil-Heizung — was eine neue Öl- oder Gasheizung als Alternative kosten würde

Schritt 4: BEG-Förderung prüfen

Der Rechner ermittelt automatisch die staatliche Förderung über das Bundesförderungsprogramm für effiziente Gebäude (BEG/KfW). Die Förderung wurde zum 21.07.2026 grundlegend reformiert — der Rechner bildet den aktuellen Stand ab:

  • Datum geplante Antragstellung — davon hängen alle unten stehenden Sätze ab, da sie sich über die Zeit verändern. Vor dem 21.07.2026 zeigt der Rechner bewusst keine Werte an, da hier andere (alte) Regeln galten, die nicht abgebildet werden.
  • Setzen Sie außerdem die Häkchen, die auf Sie zutreffen
  • Grundförderung — 30% bis 31.01.2027, sinkt danach auf 15%
  • Klimageschwindigkeitsbonus — aktuell 16%, nur wenn Sie eine selbstgenutzte Wohneinheit haben und die alte Heizung ersetzt wird; sinkt ab 01.02.2027 alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte und läuft Mitte 2028 vollständig aus
  • Gebaut-in-EU-Bonus 15% — voraussichtlich verfügbar ab 01.02.2027 für Wärmepumpen, die in der EU gefertigt wurden (genauer Termin von der Regierung noch nicht final bestätigt)
  • Zu versteuerndes Einkommen im Haushalt — wählen Sie Ihre Einkommensstufe: bis 30.000 € (40% Bonus), bis 40.000 € (30%), bis 50.000 € (10%), bis 60.000 € (0%) oder über 60.000 € (0%, hier hilft auch der Kind-Bonus nicht weiter)
  • Minderjähriges Kind im Haushalt — hebt die Einkommensstufe um eine Stufe an (gilt nur bis 60.000 € Einkommen)
  • Geben Sie die Anzahl der Wohneinheiten ein (Einfamilienhaus = 1)

Der Fördersatz ist auf maximal 70% gedeckelt — nur mit der höchsten Einkommensstufe (bis 30.000 €) sind bis zu 80% möglich. Die berechnete Förderung wird automatisch von den Investitionskosten abgezogen.


Schritt 5: Preise und Steigerungsraten

  • Heizöl-/Gaspreis — aktueller Preis pro Liter bzw. kWh (z. B. von Ihrer letzten Rechnung)
  • Strompreis — der Wärmestromtarif Ihres Anbieters (oft günstiger als Haushaltsstrom)
  • Jährliche Steigerungsraten — wie stark die Preise voraussichtlich pro Jahr steigen

Schritt 6: PV-Anlage (optional)

Falls Sie eine Photovoltaikanlage haben oder planen, aktivieren Sie die Checkbox „PV-Anlage vorhanden“ und geben Sie die Anlagengröße in kWp ein. Der Rechner verteilt den PV-Jahresertrag und den Stromverbrauch der Wärmepumpe automatisch über die zwölf Monate — PV liefert im Sommer besonders viel, die Wärmepumpe braucht dagegen im Winter am meisten Strom — und berechnet daraus, wie viel PV-Strom die Wärmepumpe tatsächlich nutzen kann.

Falls Sie zusätzlich einen Batteriespeicher haben oder planen, aktivieren Sie die entsprechende Checkbox und geben Sie die Speicherkapazität in kWh ein. Der Speicher erhöht den Eigenverbrauch weiter, indem er PV-Überschuss tagsüber zwischenspeichert und zu anderen Tageszeiten für die Wärmepumpe verfügbar macht. Die jahreszeitliche Lücke zwischen sommerlichem PV-Ertrag und winterlichem Wärmebedarf kann ein haushaltsüblicher Speicher allerdings nicht schließen.

Der berechnete Eigenverbrauch reduziert die Stromkosten der Wärmepumpe automatisch in der Jahrestabelle.


Schritt 7: CO₂-Preisszenario wählen

Wählen Sie eines der vier Szenarien für die zukünftige CO₂-Bepreisung:

SzenarioBedeutung
Ohne CO₂-MarktPolitische Blockade, kaum Preissteigerung
GeringModerater Anstieg, unteres Marktende
MittelPrognose der deutschen Bundesinstitute
HochAmbitionierter Klimapfad (PIK-Institut)

Je höher der CO₂-Preis steigt, desto teurer wird fossiles Heizen — und desto schneller amortisiert sich die Wärmepumpe.

Die Auswahl des Szenario ist ehrlich gesagt eher „Glaskugel-Lesen“. Wie er sich tatsächlich entwickelt, hängt von vielen Faktoren ab, die heute niemand sicher vorhersagen kann:

  • Politik — Welche Klimaziele werden beschlossen und konsequent umgesetzt?
  • Wirtschaft — Wie stark drängt die Industrie auf Ausnahmen und Sonderregelungen?
  • Technologie — Wie schnell gelingt die Dekarbonisierung ganzer Sektoren?
  • Globale Ereignisse — Kriege, Wirtschaftskrisen oder geopolitische Verschiebungen können Klimapolitik über Nacht neu priorisieren.

Persönliche Empfehlung: Szenario „Mittel“ (ist beim Öffnen des Rechners bereits voreingestellt)

Wer eine realistische Grundlage für seine Entscheidung sucht, ist mit dem Szenario „Mittel“ gut beraten. Es basiert auf den Prognosen etablierter deutscher Forschungsinstitute — darunter das Öko-Institut und Fraunhofer — und bildet die Mitte zwischen einem sehr pessimistischen und einem stark optimistischen Verlauf.

Der praktische Vorteil: Entwickelt sich der CO₂-Preis besser als erwartet, haben Sie früher als berechnet den Break-even erreicht. Fällt die Entwicklung schlechter aus, haben Sie Ihre Entscheidung trotzdem auf einer soliden, wissenschaftlich fundierten Basis getroffen — und kein unnötiges Risiko eingegangen.


Schritt 8: Berechnung starten

Klicke auf „Berechnung starten“. Du siehst dann:

  • Eine Übersicht der Investitionskosten (Kästen oben)
  • Eine Jahrestabelle mit allen Kosten, Einsparungen und dem kumulierten Ergebnis
  • Das Amortisationsjahr — grün markiert in der Tabelle
  • Einen Verlaufsgraph mit allen vier CO₂-Szenarien im Vergleich

Hinweis

Alle Angaben sind Schätzungen auf Basis Ihrer Eingaben. Für eine verbindliche Beratung empfehlen wir einen Energieberater hinzuzuziehen.