Die Frage, die sich gerade viele Hausbesitzer:innen stellen
Die alte Heizung macht Probleme, oder die aktuelle ist einfach zu alt – und jetzt steht die Entscheidung an: neue Öl- oder Gasheizung, oder doch eine Wärmepumpe? Auf den ersten Blick ist die Antwort schnell gegeben: Die Wärmepumpe kostet in der Anschaffung meist deutlich mehr. Doch diese erste Zahl allein sagt noch nichts darüber aus, was am Ende wirklich günstiger ist.
Damit Sie diese Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus treffen müssen, haben wir einen Amortisations-Rechner entwickelt, mit dem Sie beide Varianten direkt miteinander vergleichen können – mit Ihren eigenen Zahlen, kostenlos und unverbindlich.
Was bedeutet „Amortisation“ eigentlich?
Amortisation heißt einfach gesagt: der Zeitpunkt, ab dem sich eine höhere Anfangsinvestition durch laufende Einsparungen ausgezahlt hat. Übertragen auf die Heizung bedeutet das: Auch wenn die Wärmepumpe am Anfang mehr kostet, kann sie über die Jahre durch niedrigere Betriebskosten günstiger werden als eine Öl- oder Gasheizung – ab dem Moment, an dem die eingesparten Betriebskosten die Mehrkosten bei der Anschaffung ausgeglichen haben, „amortisiert“ sie sich.
Die entscheidende Frage ist also nicht „Was kostet die Anschaffung?“, sondern „Was kostet mich das Heizen über die nächsten 15 bis 20 Jahre insgesamt?“
„Die neue Gasheizung kostet nur ein Drittel der Wärmepumpe! Damit kann ich sehr lange Gas verbrennen!!“ Ja… aber: Auch wir haben keine Glaskugel, mit der wir die Zukunft klar sehen können. Dennoch zeichnet sich ab, dass die fossilen Brennstoffe in den nächsten 10-15 Jahre deutlich teurer werden. Zum Vergleich: Die neue Gasheizung hält 20-25 Jahre.
Die große Unsicherheit: Wie entwickeln sich die Energiepreise?
Genau hier liegt die eigentliche Herausforderung bei so einer Berechnung: Niemand kann heute exakt sagen, wie sich Öl- und Gaspreise in den nächsten Jahren entwickeln werden. Was wir aber wissen:
- Der CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe ist politisch beschlossen und wird planmäßig weiter steigen.
- Öl und Gas sind endliche Ressourcen, deren Förderung und Import in Zukunft tendenziell teurer statt günstiger werden dürfte.
- Strompreise unterliegen eigenen Dynamiken – unter anderem durch den Ausbau erneuerbarer Energien und mögliche Wärmepumpen-Stromtarife.
- Die Beimischung von Biogas, bzw. Biomethan und Bioöl (auch bekannt als Biotreppe) ist an sich eine gute Sache. Bei Benzin und Diesel wird das schon seit vielen Jahren gemacht. Aber welchen Einfluss hat das auf den Gas/Öl-Preis? Nur eines ist sicher: Die Bio-Beimischungen für die Heizung konkurrieren mit anderen Sektoren (Verkehr, Industrie, etc). Dadurch wird der Preis eher steigen.
- Wie verhält es sich mit dem Strompreis in den nächsten Jahren? Es wird angenommen, dass der Strompreis durch die Verbesserung in der Stromverteilung (z.B. Nord-Süd-Verteilung), zwar kurzzeitig etwas steigt, danach aber eher wieder sinkt.
- Immer mehr Eigentümer entscheiden sich für eine Wärmepumpe und Gasanschlüsse werden stillgelegt. Das verbleibende Gasnetz muss weiterhin gewartet werden. Diese Kosten müssen auf die verbleibenden Kunden umgelegt werden.
Weil diese Entwicklung nicht mit Sicherheit vorhersehbar ist, arbeitet unser Rechner nicht mit einer einzigen Prognose, sondern lässt Sie zwischen verschiedenen Preisentwicklungs-Szenarien wählen – von eher stabilen Preisen bis hin zu spürbar steigenden Preisen. So bekommen Sie zwar auch keine exakte Vorhersage der Zukunft, aber zumindest ein realistischeres Bild davon, wie sich Ihre Entscheidung unter unterschiedlichen Annahmen auszahlen kann.
Was der Rechner berücksichtigt
Damit die Berechnung nicht nur eine grobe Faustformel ist, fließen mehrere Faktoren mit ein:
- Anschaffungskosten beider Varianten (Wärmepumpe vs. neue Öl-/Gasheizung)
- Aktuelle Energiekosten Ihres Haushalts als Ausgangsbasis
- Verschiedene Preisentwicklungs-Szenarien für Strom, Öl und Gas
- Fördermittel, sofern relevant (z. B. BEG-Förderung für die Wärmepumpe)
- Optional: der Effekt einer eigenen PV-Anlage, die den Stromverbrauch der Wärmepumpe teilweise deckt und die Betriebskosten weiter senkt
Am Ende sehen Sie nicht nur eine Zahl, sondern eine Entwicklung über die Jahre – und den Punkt, ab dem sich die höhere Investition in die Wärmepumpe ausgezahlt hat.
Was zeigt sich in der Praxis?
Auch wenn jede Immobilie anders ist: In vielen Fällen zeigt sich, dass sich die Mehrkosten der Wärmepumpe schneller amortisieren, als man zunächst annimmt – besonders dann, wenn:
- eine PV-Anlage vorhanden ist oder geplant wird,
- Fördermittel genutzt werden,
- und man nicht nur mit den heutigen, sondern auch mit realistisch steigenden fossilen Energiepreisen rechnet.
Genau deshalb lohnt es sich, die eigene Situation konkret durchzurechnen, statt sich auf pauschale Aussagen aus dem Internet zu verlassen – jedes Haus, jeder Heizbedarf und jede Ausgangslage ist anders.
Jetzt Amortisations-Rechner nutzen
Der Amortisations-Rechner steht Ihnen kostenlos und ohne Anmeldung zur Verfügung. Tragen Sie einfach Ihre eigenen Eckdaten ein und vergleichen Sie in wenigen Minuten, wie sich Wärmepumpe und Öl-/Gasheizung für Ihr Zuhause über die nächsten Jahre entwickeln.
Persönliche Beratung gewünscht?
Ein Online-Rechner kann eine gute erste Orientierung geben – ersetzt aber keine individuelle Betrachtung Ihrer Immobilie, Ihres Heizsystems und Ihrer Fördermöglichkeiten. Wenn Sie eine fundierte, auf Ihr Gebäude zugeschnittene Einschätzung möchten, unterstütze ich Sie gerne im Rahmen einer Energieberatung.